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Buchenwald

Die Installation „Buchenwald“ von Christoph Wilmsen-Wiegmann setzt sich leise, aber eindringlich mit dem millionenfachen Mord auseinander, durch den das nationalsozialistische Reich in Deutschland und allen besetzen Gebieten alles ihm missliebige Leben zu vernichten suchte. Vor allem die Juden waren Opfer dieser Bestialität. Kunst ist Zeugenschaft, sie spricht sich aus in Geformtheit, auch Erschütterung kann sie nur so mitteilen und wecken. In diesem Werk hat der Künstler ein Symbol gewählt, das ihm als Bildhauer von strengem Zuschnitt auch formal tragfähig erschien: den Stempel aus Buchenholz mit einer Abdruckfläche aus Gummi, die jeweils einen Ortsnamen oder ein Datum trägt. Die Daten sind die der Reichsprognomnacht und der Wannsee-Konferenz, die Namen diejenigen, von Konzentrationslagern, Ghettos und Hinrichtungsstätten. Was im Vollzug unfassbar bleibt, Entwürdigung, Versklavung und Tod in solchen Ausmaßen, wird auf die Ebene zurückgeführt, auf der auch das Urmenschliche reibungslos vonstatten geht: die der bürokratischen Abwicklung. Der betroffene Mensch wird nur als Zahl und Nummer wahrgenommen, es wird darüber verfügt, und der Stempel gibt ...


Buchenwald
Foto: Stefan Möller
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