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... schmucklos, aus dem die Toröffnung mit halbrundem Bogen herausgeschnitten ist: Römisches Erbe einer imperialen Architektur, die für alle kommenden Zeiten gebaut schien. Durchgang zugleich von der Antike zum Mittelalter. Und es ist diese Schwelle, an der sich das Schicksal Siegfrieds ereignete. Ein niederrheinischer Königssitz in Xanten mit seinem so viel versprechenden Thronerben, dessen verhängnisvoller Tod zugleich die Dynastie auslöschte, Das Nibelungenlied überliefert seine außerordentliche Kraft und Stärke, und es ist einleuchtend, diese in der Wucht des Steintores ausgedrückt zu sehen. Wie die persönliche im Tod zerbrach, zerbrach die Last des Verhängnisses den steinernen Block und verkantete ihn. Dass er brach, hat ihm die Größe nicht genommen. Mag es dieselbe sein, die den gemordeten Jüngling bis heute und wohl weiterhin lebendig bleiben lässt. Christoph Wilmsen-Wiegmann ist nicht nur Urheber der Idee, die hier Ausdruck findet, sondern er hat ihr auch eine Erscheinung gegeben, die seinem für das Wesentliche geöffneten Blick entspricht: still nachdenkliches Erfassen der Tragik ohne falsches Pathos.

Franz-Joseph van der Grinten, Erftgen, 07.12.2009



Steinbruch LUNDHS in Norwegen, März 2010

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