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... Prozesse des Werdens fortschreiten auch hier. Unsere kurze Dauer gewinnt, was sie an Sicherheit haben mag, aus dieser unmessbaren Dauerhaftigkeit . Vom Anblick der Ewigkeit ein Minenspiel abzulesen, überschritte alle Lebenserwartung, wir sind nur kurz im Spiel und nur an der Oberfläche, und die Züge, die ein Bildhauer einmeißelt, sind letztlich nur die seiner kurzen Lebzeit, ein Zucken, vor der Ewigkeit kaum wahrnehmbar und doch, wenn es denn als wesentlich sich erweist, für uns von Bedeutung innerhalb der fünftausend Jahre einer bewussten Steinbildhauerei.

Es ist ein Triumph, der Härte Herr zu werden, aber wer sich ihr nicht zugleich in demütiger Verantwortung unterordnet und, indem er den Stein bewältigt, sich selbst überwindet, vermehrt nur den Schutt, den es schon im Unmaß gibt. Feinfühligkeit gegenüber dem Festesten, das wir kennen. Wenn man denn Gewalt üben muss, dann nicht wahllos und in falscher Bemessung, sondern letztlich kaum anders, als Luft und Wasser es tun; organisch, wie man meinen möchte, ein Sichmessen des Einen am Anderen, Partnerschaft, der Stein und ich, ein künstlerischer Liebesakt. Im handwerklichen Erbe ist viel von dieser Empfindsamkeit. Dazu gehört, sein Konzept nicht willkürlich auf einen beliebigen Stein zu übertragen, sondern den zu wählen, dessen bejahende Antwort man vernahm. Lauschen; Frage und Antwort, das alte Wechselspiel der Schöpfung, Relationalität: du bist, weil ich dich weiß, ich bin, weil du mich erkennst. Man muss sich der Annahme durch den Stein aussetzen; jedes Werk eines Künstlers ist so vor allem sein eigenes Bildnis, schonungslos, aber auch liebevoll, wenn man diese Liebe verdient.

Neben dem, was sicher eher gedankenlos bedient, um dem, was für Bruchwerk schon den Rang des Vollendeten beansprucht, - zwei Wege letztlich des bloßen Verbrauchs – hat sich in unserer Zeit eine besondere Sensibilität für das Wesen des Steins entwickelt, und maßgebend dafür mögen die Bildhauersymposien gewesen sein, die, von St. Margareten im österreichischen Burgenland ihren Ausgang nehmend, sich durch gastlich-neugierige Angebote von Regionen und Bürgerschaften weithin verbreitet haben.

Christoph Wilmsen-Wiegmann hat so schon früh den besonderen Anruf vernommen, den ...

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