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... der Stein an seinem ureigenen Ort aussendet; er ist dem Stein stets auf der Spur, lauschend gewissermaßen auf das unhörbare Echo, das seiner Suche Ziel gibt. Er hat ein im Grunde strenges plastisches Konzept: Säule, Pfeiler, Tor; - Kugel, Diskus, Schale; - Monolith und Reihung und übergreifender Raumbezug in der Besetzung von Punkten und Strecken im Landschafts- oder Bebauungszusammenhang. Natürlich sind seine Skulpturen bearbeitete Steine, und sie sind nach Maßgabe des Handwerklichen vollendet bearbeitet, aber vor allem sind es Steine an sich, denen seine Formung so etwas wie Selbstbewusstsein gegeben hat. Ein Selbstbewusstsein aus archaischer Lebenserfahrung: Schwelle, Tor, Stele, Markstein, Visierziel. Er betont das Körperhafte in Strenge: Volumen, Grate, Schwellungen, Bruchkanten, Spiegelflächen. Aber er stellt auch dessen Dichte und Schwere in Frage: zwei Pylone halten zwischen sich eine Sonnensphäre vermeintlich in der Schwebe; ein Schaft gleitet von konvexem in einen konkaven Durchmesser hinüber; Zeichen, archaisch geheimnisträchtige, recken sich in die Felderlandschaft, und ihr Bezug lässt den Raum dazwischen nicht unbehelligt; Stein als Teil der Landschaft, in die er verpflanzt worden ist, die humose Niederung der Flussaue, hierher, wo im Abschlag durch Schlegel und Meißel er seine eigentliche Körperlichkeit gewann.

Der Körper quasi pulsend: Christoph Wilmsen-Wiegmann setzt ihn dem Licht der Ebene nicht nur dazu aus, dass es ihn für unsere Augen modelliere, er bringt ihn auch oft dahin, dass ihn das Licht durchdringt. Transluzidität als ein eigenes Körperbewusstsein. In Stelen führt er durch beidseitig konkave Höhlung die Außenschichten so nahe aneinander heran, dass das Undurchdringliche sich in Durchlässigkeit wandelt, dämmrig punkthaft quasi, eine Lichtquelle selbst, wie es scheint, inmitten der festen Fülle, ein Aufschimmern, Seelenlicht gewissermaßen, körperlich kaum ortbar.

Ins Ganze und manchmal ins Große wendet sich dieses Prinzip in seinen Steinbildern, die, ähnlich den Alabasterscheiben in italienischen Kirchen, ihre Bildhaftigkeit aus der Struktur des Steins entwickeln, hier aber, unter den Händen von Christoph Wilmsen-Wiegmann, zugleich Körper bleiben, die sich aus eigener Kraft und mit eigenem Umriss frei in den Luftraum erheben und in ...


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